CS Labs: Two And A Half Lean

Neulich bei den comSysto Labs. Diesmal wollten wir unsere, bei dem Lean Startup Machine Workshop in London gewonnenen Fähigkeiten vertiefen. Zeitgleich standen wir bei unserer ShoeOfTheDay App vor dem Problem, dass unsere User die App nicht annahmen.

Deshalb entschieden wir uns unsere ShoeOfTheDayApp mittels Lean Ansätzen in den nächsten 2,5 Tagen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wir sind übrigens Diana, Thien-Thanh, Tim und Stefan.

ShoeOfTheDay ist unsere Facebook Anwendung, die wir seit etwa einem Jahr entwickeln. Die Idee, die dahinter steckte, kam von unseren Entwicklern. Anwender können auf Facebook in einem Schuhschrank ihre Schuhe zur Schau stellen. Für jeden Wochentag ist ein eigener Slot vorhanden. Außerdem können die User sich mit den Schuhen ihrer Freunde auf Facebook messen:

Leider ist der Besucheransturm bisher ausgeblieben:

Deswegen entschieden wir uns als ein Validation Canvas zu erstellen:

In dem Canvas wird:

  • eine Kundengruppe angenommen
  • die ein bestimmtes Problem hat
  • und es eine Lösung für dieses Problem formuliert.

Für unsere App nahmen wir folgendes an:

  • Unsere Kundengruppe sind Frauen im Alter von 20 bis 35 Jahren
  • Die sich über Schuhe austauschen möchten
  • Und für die die Lösung unsere App sein könnte 🙂

Danach versuchten wir Risiken zu finden, die das Produkt möglicherweise gefährden könnten:

  • Der User möchte seine Schuhe seinen Freunden präsentieren.
  • Dies macht er über eine Anwendung am PC
  • Oder er nutzt eine mobile App
  • Der User ist gewillt sich die Zeit dafür zu nehmen

Unser größtes Risiko war dabei, ob die Frauen der Zielgruppe überhaupt ihre Schuhe ihren Freundinnen präsentieren wollen. Dazu haben wir eine Umfrage an der LMU München durchgeführt. Unsere Umfrage beeihaltete folgende Fragen:

  • Wann hast du dir das letzte mal einen richtig tollen Schuh gekauft? (Ist Teilnehmer an Schuhen interessiert? Ins Gespärch kommen)
  • Und, was haben deine Freunde zu den Schuhen gesagt? (Hat Bedürfnis seine Schuhe zu präsentieren)
  • Bei welcher Gelegenheit hast du den Schuh präsentiert? (Welche Lösungen hat der Teilnehmer bereits gefunden)
  • Welche Social Medias/Anwendungen (facebook, Whatsapp) würdest du am ehesten dafür verwenden? (Konkurrenz?)

Diese Fragen wurden von der Zielgruppe folgendermaßen beantwortet:

  • Alle Teilnehmer haben in den letzen Monaten neue Schuhe gekauft.
  • Wenige Teilnehmer präsentierten die Schuhe nicht ihren Freundinnen
  • Die meisten Frauen haben die Schuhe ihren Freundinnen bei privaten Treffen gezeigt, viele benutzen aber auch mobile Anwendungen, um den Schuh zu präsentieren
  • Diese Frage wurde mit WhatsApp, facebook und Skype beantwortet.

Daraus haben wir folgende Schlussfolgerungen gezogen:

Frauen haben ein großes Bedürfnis, ihre neu erworbenen Schuhe  Freundinnen zu präsentieren.

Einige Frauen setzen dabei auf Skype und facebook, andere wiederum benutzen Whatsapp, um Fotos ihrer Schuhe an Freundinnen zu versenden. Damit ist das Interesse, auf spielerische Art und Weise Schuhe zu präsentieren, grundsätzlich vorhanden. Auf Grund dieser Tatsache stellten wir uns im Team die Frage, was mit unserer App nicht in Ordnung sein könnte.

Durch das eingebaute Tracking erfuhren wir, das die User nach kurzer Nutzungszeit die App wieder verlassen und das Interesse daran verlieren. Wir wollten nun herausfinden, woran das liegen könnte.

Dazu luden wir mehrere Personen ein, um einen Test mit der Anwendung durchzuführen. Dabei stellten sich folgende Probleme mit dem Umgang der App heraus:

  • Der gewünschte Schuh wird in der App nicht angeboten. In diesem Fall existiert keine Möglichkeit ein Bild von dem Schuh in der Anwendung zu speichern. Gerade dieser Punkt dürfte ein K.O. Kriterium für die Akzeptanz der App darstellen, denn wie soll die Frau den Schuh präsentieren, wenn er nicht in der Anwendung vorhanden ist?
  • Es ist keine Suche nach Kategorien (Pumps, Ballerinas, Sandalen) möglich.
  • Die Anwendung ist sehr kompliziert zu bedienen. Dazu gehört die elementare Funktionalität einen Schuh auszuwählen. Für den User öffnet sich, im ungüngstigsten Fall, die Seite eines Schuhanbieters und die App wird verlassen.

Einige dieser Probleme wurde im Rahmen des cS-Labs abgestellt.Jedoch war die Zeit zu knapp um alle störenden Punkte zu beseitigen.

Im Anschluss sollten weitere Akzeptanz- und Oberflächentests durchgeführt werden, um herauszufinden, wie die User auf die Verbesserungen reagieren und frühzeitig Feedback zu erhalten. Dazu können auch die eingebauten Tracking-Mechanismen angewendet werden. Doch diese Geschichte wird in einem nächsten Lab zu einem hoffentlich guten Ende geführt werden.

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